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Ortsfeuerwehr Susigke erhält neues Einsatzfahrzeug

27.02.2015

SUSIGKE. Schon von Weitem waren die riesigen Strahler zu sehen. Dass die Übergabe des neuen Feuerwehrautos am Samstagabend in Susigke wie ein kleines Volksfest gefeiert wurde, hatte einen Grund: Die Kameraden des Akener Ortsteils mussten lange auf ihr neues Löschfahrzeug warten.

Bis Samstag waren die Susigker mit einem Kleinbus, einem VW LT-31, aus dem Jahr 1977 bei Einsätzen unterwegs. Weder einen Wassertank noch einen Stromerzeuger hatte das Fahrzeug an Bord. Eigentlich, so erzählte die Ortswehrleiterin Yvette Semmler, stünden die Susigker schon länger auf der Dringlichkeitsliste. Doch in der Ortsfeuerwehr Kühren, welche ebenfalls zur Stadtwehr Aken zählt, habe es einen noch dringenderen Fall gegeben. In Susigke hätte man das neue Feuerwehrauto theoretisch bereits im August vergangenen Jahres in Empfang nehmen können.

Doch die Platzverhältnisse des Gerätehauses machten den Kameraden einen Strich durch die Rechnung: Obwohl das Tragkraftspritzenfahrzeug entsprechend klein ausgewählt wurde, passte es nicht in die Garage. „Es war 26 Zentimeter zu lang“, sagte Yvette Semmler.

Das Pritschenfahrzeug, das einst in Dortmund eingesetzt wurde, musste mit einem gekürzten Feuerwehraufbau versehen werden. Im Gerätehaus wurde vorerst provisorisch ein neuer Träger eingezogen, um die hintere Mauer zurückzusetzen.

Das kleine und wendige Allradfahrzeug vervollständigt nun die Feuerwehrflotte der Akener Stadtfeuerwehr. Denn wie es Stadtwehrleiter Michael Kiel in seiner Ansprache formulierte: „Wir sind eine gemeinsame Feuerwehr für eine Stadt.“

Ausgerüstet mit einem 750 Liter Wassertank, einer Hochwasserschmutzpumpe sowie einem Stromerzeuger sei das kleine Allradfahrzeug zudem auch auf Feldern einsetzbar, so der Stadtwehrleiter. „Die Stadt Aken hat es möglich gemacht“, sagte Kiel und erklärte: „Eigentlich waren 40 000 Euro dafür vorgesehen. Am Ende sind es 70 000 geworden“.

Gebührend wurde das Fahrzeug auch eingeweiht. Während eine Buchsbaumgirlande das gute Stück zierte, sprach Pfarrer Günther Werner von der katholischen Gemeinde Sankt Konrad in Aken seinen Segen für das Fahrzeug und weihte es mit einer entsprechenden Zeremonie.

Auch der Leiter des Feuerwehrabschnitts Nord Andreas Hafermalz fand lobende Worte - nicht zuletzt für die Jugendarbeit der Susigker. Damit habe das neue Auto eine Zukunft, sagte er und mahnte gleichzeitig die Truppe, sich nicht durch irgendwelche Streitigkeiten selbst zu demontieren. „Das ist ein ganz großer Wunsch von mir“, betonte er.

Auch Akens Bürgermeister Hans-Jochen Müller sprach seine Glückwünsche aus, überreichte einen Briefumschlag mit Geld und sagte scherzend: „Das Fahrzeug muss ja auch angelöscht werden“. (mz)

 

Foto: Foto: Heiko Rebsch