Wasserwehrabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Aken (Elbe)
Die Wasserwehr der Stadt Aken (Elbe) wurde am 23. Februar 2016 gegründet [1].
Sie ist als eigenständige Abteilung vollständig in die Freiwillige Feuerwehr der Stadt integriert.
Die Wasserwehr besteht aus engagierten Mitgliedern, die ehrenamtlich tätig und die bereit sind, im Falle von Wassergefahren zu helfen [2].
Aufgaben der Wasserwehr gem. Satzung
Die Hauptaufgaben der Wasserwehr umfassen:
Wachdienst:
Die Mitglieder der Wasserwehr beobachten die Wasserstandentwicklung und Eisführung der Elbe und der Gewässer im Hinterland, um mögliche Bedrohungen für die Bevölkerung und deren Eigentum frühzeitig zu erkennen [2].
Hilfsdienst bei Hochwasser:
Im Falle eines Hochwassers oder Bedrohungen durch Eisgang unterstützt die Wasserwehr bei der Bekämpfung der Gefahren, der Sicherung/Reparatur von Schadstellen an Deichen und der Sicherstellung der Funktionstüchtigkeit von wasserwirtschaftlichen Anlagen [2].
Des weiteren nehmen Mitglieder der Wasserwehr an Deichschauen teil, unterhalten die Technik der Wasserwehr und begehen regelmäßig die Akener Deichlinie.
Ebenfalls sind einige Mitglieder der Abteilung in der Führungsunterstützungsgruppe integriert und bekämpfen gemeinsam mit der Einsatzabteilung die Auswirkungen von Starkregenereignissen.
Die Wasserwehr in Aken (Elbe) spielt somit eine entscheidende Rolle im Hochwasserschutz und trägt wesentlich zur Sicherheit der Stadt und ihrer Bewohner bei.
Auf Grund der sehr spezifischen Aufgaben hat die Wasserwehr ein deutlich niedrigeres Einsatzaufkommen als die Einsatzabteilung.
So konnten Mitglieder der Wasserwehr schon bei zum Beispiel Starkregenereignissen, die Einsatzabteilung der Feuerwehr, durch Pegelbeobachtung und anschließende Lagemeldungen unterstützen.
Freiwillige Deichläufer klärten zum Jahreswechsel 2023/24 die Akener Bevölkerung über das Winterhochwasser auf und standen als sichtbare Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung.
Auch beim Helme-Hochwasser im Januar 2024 waren Mitglieder der Wasserwehr im überörtlichen Einsatz im Landkreis Mansfeld-Südharz vertreten.
Um außerhalb von Hochwasserlagen das korrekte Verlegen von Sandsäcken zu erproben, steht für die Ausbildung der Kameradinnen und Kameraden ein Übungsdeich auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr zu Verfügung.
Hier können unterschiedliche Szenarien, wie Überströmen oder Wasseraustritte mit Wasser simuliert werden.
Dabei erhalten die Beteiligten direkt eine Rückmeldung, ob die verlegten Säcke dicht genug liegen oder ob Wasser durchströmen kann.
Die besondere Einsatztechnik der Wasserwehr unterstützt bei den umzusetzenden Aufgaben.
Zur Verfügung stehen eine Hochleistungspumpe (9m³/min), diese kann u. a. zu einer spürbaren Reduzierung der Wasserstände im Hinterland beitragen sowie die Sandsackfüllmaschine mit Förderband, die die Arbeit der Helfenden am Sandsackfüllplatz wesentlich erleichtert.
Ein Mehrzwecktransportfahrzeug (MZF), sowie Markierungs- und Absperrmaterial, Transportmaterial u. v. m. befinden sich ebenfalls in der 2023 erbauten Doppelgarage der Wasserwehr.
Die Einsatztechnik wie Taschenlampe, Funkgeräte, Stativ-Beleuchtung, Schaufeln, Schubkarren etc. wird ebenfalls bei Bedarf in feuerwehrspezifischen Lagen von der Einsatzabteilung genutzt.
Nach dem "Erstkontakt" mit der Feuerwehr haben einige Mitglieder der Wasserwehr im Laufe der Zeit ihr Aufgabenspektrum erweitert und sind in die Einsatzabteilung gewechselt. Die Wasserwehr freut sich im Gegenzug über den Wechsel einiger Kameraden der Einsatzabteilung zur Wasserwehrabteilung.
[1] MZ Artikel zur Gründung
[2] Satzung Wasserwehr
weiterer Link:
