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Photovoltaik

Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) finden vermehrt Einzug auf unseren Dächern. In jüngster Zeit werden Hausbesitzer vermehrt durch Meldungen in den Medien wie „Feuerwehr lässt Haus abbrennen“ oder „Feuerwehren löschen Photovoltaikanlage nur aus PV_Hinweissicherem Abstand“ aufgeschreckt. Hinterfragt man solche Berichte genauer, stellt man fest, dass das Gebäude meist aufgrund anderer Umstände nicht mehr zu retten war.

Unstrittig ist, dass die PV-Anlage auf dem Dach es der Feuerwehr erschwert, bei einem Dachstuhlbrand von außen an den Brandherd zu gelangen. Die PV-Anlage behindert, insbesondere zusammen mit den heutzutage verwendeten Isoliermaterialen, die Brandbekämpfung erheblich.

Die Feuerwehren der Stadt Aken (Elbe) haben sich deshalb in jüngster Zeit auch vermehrt mit diesem Thema in ihrer Ausbildung gewidmet. Unterstützung haben wir dabei besonders durch Herrn Eberhard Kaufmann aus Kühren erhalten, wo wir uns eine PV-Anlage aus nächster Nähe anschauen konnten. Hierfür nochmals herzlichsten Dank.

 

Um für diesen Fall gerüstet zu sein und einen schnellen Löscherfolg zu erzielen, ist die Feuerwehr auf die Unterstützung der Anlagenbetreiber angewiesen, um über alle nötigen Informationen für die Brandbekämpfung zu verfügen.

Um der Feuerwehr im Fall eines Brandes eines mit einer Photovoltaikanlage ausgestatteten Gebäudes das Vorgehen und damit die Löscharbeiten zu erleichtern, sollten alle Gebäude mit einer Photovoltaikanlage mit der Informationskarte “ PV – Anlage Übersichtsplan für Einsatzkräfte” ausgerüstet sein.Feuer_PV

Dadurch erhält der Feuerwehreinsatzleiter alle für ihn notwendigen Informationen – die Löscharbeiten können zielgerichteter und schneller durchgeführt werden.

Zusätzlich wird allen Betreibern von Photovoltaikanlagen die deutliche Kennzeichnung des Gebäudes mit dem Hinweisschild “PV-Anlage” und der Einbau eines so genannten PV-Feuerwehrschalters – unabhängig von der Höhe der Gleichspannung – empfohlen. Dieser Schalter schließt die Photovoltaikanlage kurz und sorgt so dafür, dass auch zwischen den Photovoltaikmodulen und der Freischaltstelle am Wechselrichter keine gefährliche Gleichspannung anliegt, welche den Feuerwehreinsatz behindern kann. Auf dem Markt werden verschiedene Ausführungen dieser Schalter angeboten. Für Fragen zum PV-Feuerwehrschalter wenden Sie sich bitte an den Errichter/Planer Ihrer Photovoltaikanlage. Er wird Ihnen mit Sicherheit ein detailliertes Angebot machen.

 

 

Sie können diese Karte hier kostenlos auf der Homepage herunterladen.

 

PDFPV - Anlage Übersichtsplan für Einsatzkräfte

 

(Ein Beispiel, wie die Karte auszufüllen ist, finden Sie hier)

 

Bitte füllen Sie diese Karte zusammen mit dem Errichter/Planer Ihrer Photovoltaikanlage aus. Bitte beachten Sie, dass auf der Rückseite der Karte eine einfache Übersichtsskizze der Anlage aufgeführt sein soll.

 

Gern unterstützen auch wir sie beim Ausfüllen der Informationskarte PV – Anlage Übersichtsplan für Einsatzkräfte”

 

Eine ausgefüllte Karte hinterlegen Sie bitte gut sichtbar an dem betreffenden Gebäude,

z. B. (sofern jeweils vorhanden) in einer Halterung auf der Rückseite des PV-Displays, am Wechselrichter/Freischaltstelle, PV-Feuerwehrschalter, Hauseingang, Brandmeldezentrale/Feuerwehranlaufstelle.

 

Sofern Ihr Objekt über einen baurechtlich geforderten Feuerwehrplan nach DIN 14095 verfügt oder es einen Feuerwehreinsatzplan gibt, sollte die Karte in diesen aufgenommen werden.

 

In jedem Fall senden Sie die ausgefüllte Info-Karte bitte per E-Mail direkt an die Feuerwehr Aken unter  oder geben diese persönlich in der Töpferbergstraße 18 ab.

Nur so können wir die Informationen zusätzlich in unsere Einsatzunterlagen aufnehmen.

 

Vielen Dank!